JournalistInnen kontaktieren: So machst Du es richtig 

Soll ich anrufen oder mailen? Wie sind die Erfolgschancen am größten? Diese Frage bekomm ich oft in Webinaren und von meinen KundInnen zu hören. Entscheidend ist aber was anderes. 

Foto: Bruno Monteiro

Medien bekommen hunderte Themenangebote pro Woche, manchmal sogar am Tag. Da ist es schwer, sich Gehör zu verschaffen. Ob Du erst anrufst oder erst mailst, ist eigentlich egal. 

Das Wichtigste ist Deine Vorbereitung: Also wem Du welches Thema anbietest. Je zielgenauer Du Dein Thema anbietest, um so größer sind Deine Erfolgsaussichten. Das heißt: Recherche, Recherche, Recherche. 

Google News als Recherche-Tool 

Als erstes empfehle ich eine grundlegende Recherche zu Deinen Themen. Dazu kannst Du zum Beispiel eine Suche bei Google News starten. Du gibst dein Thema ein, und bekommst Informationen dazu, wer zu diesem Thema berichtet hat.  

Da kannst du auch den Namen Deiner MitbewerberInnen eingeben – auch das ist oft aufschlussreich. So kannst Du nachvollziehen, zu welchen Themen und zu welchen Anlässen Medien berichtet haben.  

Wenn Du schlau bist, legst Du dir direkt eine Excel-Tabelle an und speicherst dir die Artikel – dann kannst du später die Kontaktdaten der Redaktion aus dem Impressum heraussuchen und selbst ein Thema anbieten. 

Wichtig zu wissen: Bei Google News findest Du nur Medien, die sich selbst dort registriert haben. Alle Veröffentlichungen wirst Du dort nicht finden. 

Unter einigen Beiträgen steht der Name des Autors oder der Autorin. Über eine Google-Suche findest Du meist schnell heraus, ob es sich um einen freien Mitarbeiter oder eine freie Mitarbeiterin handelt. 

In diesem Fall könntest Du den oder die JournralistIn direkt über deren Webseite oder ein soziales Netzwerk wie LinkedIn oder Xing anschreiben. Freie JournalistInnen veröffentlichen meist in mehreren Medien, so dass sie als Kontakt noch interessanter sein können als eine einzelne Redaktion. 

Genios.de und Readly 

Wenn Du dich speziell für Presse-Veröffentlichungen interessierst, empfehle ich eine Recherche bei Genios.de. Hier findest du Artikel, die du allerdings kaufen musst, wenn Du sie lesen möchtest. Eine Übersicht darüber, wer wann worüber berichtet hat, bekommst du gratis. Und das reicht meistens völlig aus, um abzuschätzen, ob Deine Thema für eine bestimmte Redaktion interessant sein könnte oder nicht. 

Bei Readly kannst Du am Rechner, Tablet oder Handy hunderte Magazine lesen – für 9,99 Euro im Monat. Das Tolle: Readly bietet auch eine Suchfunktion, die Dir eine genaue Themensuche erlaubt. Die Artikel kannst Du direkt lesen – und da dir das gesamte Magazin zur Verfügung steht auch direkt das Impressum mit dem Redaktionskontakt anschauen. 

Redaktionen kontaktieren 

Wenn Du einen Themenvorschlag verschickst, dann am besten direkt an eine Redaktion, die vermutlich Interesse an dem Thema hat. Einer Lokalredaktion in Bayern musst du nicht die Eröffnung einer hippen Bar in Hamburg vorstellen.  

Noch besser ist es, wenn du das Ressort oder die verantwortliche Redakteurin oder den verantwortlichen Redakteur direkt anschreibst. Wenn Du nicht weißt wer das ist, kannst du in der Redaktion anrufen, und danach fragen. 

Ich mache es meist anders herum: Ich schreibe eine Mail mit dem Themenvorschlag und rufe drei bis zehn  Tage später an, und frage, ob die Mail angekommen ist und das Thema interessiert. Oft bekomme ich dann, den richtigen Kontakt genannt und verschicke die E-Mail erneut. In vielen Redaktionen werden die E-Mails auch sortiert und intern weitergeleitet. 

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