Neuer ChatGPT Prompt-Guide: So schreibst du jetzt bessere Prompts

Neuer ChatGPT Prompt-Guide
Aktualisiert am 4. Mai 2026

OpenAI hat im April 2026 einen neuen Academy-Leitfaden für normale ChatGPT Nutzer veröffentlicht. Wenn du mit ChatGPT Texte, Konzepte, Analysen oder Briefings erstellst, solltest du den neuen ChatGPT Prompt-Guide kennen, denn er verändert, wie ein effektiver, sinnvoller Prompt für ChatGPT jetzt formuliert sein muss.   

Die wichtigsten Änderungen: Role-Prompting ist nun eher hinderlich, stattdessen rücken Aufgabe und gewünschtes Ergebnis nach vorn. Um weiterhin gute Ergebnisse mit ChatGPT zu erzielen, solltest du also anders prompten als bisher. Das gilt besonders für gewachsene Projekt-Prompts, die inzwischen mehr störenden Ballast als hilfreiche Anweisungen enthalten könnten.

In diesem Beitrag erkläre ich dir, wie du jetzt gute Prompts für ChatGPT schreibst, was du bei deinen Projekt-Prompts behalten und schärfen solltest, und was du streichen musst.

Der neue ChatGPT Prompt-Guide

Der neue ChatGPT Prompt-Guide von OpenAI im Überblick

Der neue ChatGPT Prompt-Guide (Academy-Leitfaden von OpenAI) ist gegenüber der vorherigen Version auffällig schlank. Er ist allgemeiner, kürzer und für alle nutzbar, die ChatGPT ganz normal im Browser oder in der App nutzen, also auch ohne eigene Software (z. B. APIs) damit zu bauen.
Wichtig: Der neue Prompt-Guide ist nicht an ein bestimmtes ChatGPT-Modell gebunden, obwohl zeitnah auch das neue Modell ChatGPT 5.5. released wurde.

Neue Struktur für gute ChatGPT-Prompts
Der neue Guide reduziert gutes Prompting auf wenige Kernfragen:

  • Aufgabe: Was soll ChatGPT tun?
  • Kontext: Welche Informationen, Dokumente, Zielgruppen oder Rahmenbedingungen sind relevant?
  • Ergebnis: Wie soll die Antwort aussehen?
  • Anforderungen: Welche Länge, Struktur, Tonalität, Einschränkungen oder Prioritäten gelten?


Was das praktisch bedeutet

Was heißt das praktisch für Dich, wenn du z. B. Angebote schreibst, Kundenmails formulierst oder Texte generiest? Antwort: Du brauchst eine eindeutige Anweisung, den passenden Kontext und konkrete Angaben dazu, was wie am Ende herauskommen soll.

Neuer ChatGPT Prompt-guide

1. Wie sieht ein guter ChatGPT-Prompt nach den neuen Regeln aus?

Im neuen ChatGPT Prompt-Guide fasst OpenAi die Anforderungen an gute Prompts in drei Bausteinen zusammen. Für eine praxisnahe Anwendung wird in diesem Artikel der dritte Punkt (Ergebnis und Anforderungen) in zwei Punkte aufgeteilt. 

01 Aufgabe formulieren

Der erste Schritt im neuen ChatGPT Prompt-Guide lautet: Beschreibe, was ChatGPT tun soll. Die Aufgabe ist der Kern des Prompts. Sie beantwortet die Frage, was ChatGPT konkret tun soll.

Eine gute Aufgabenbeschreibung enthält:

  • ein klares Aktionsverb: analysieren, zusammenfassen, vergleichen, entwerfen, prüfen, übersetzen
  • den Gegenstand der Aufgabe: Worauf bezieht sich die Aktion? Ein Text, ein Konzept, eine Datenreihe, ein Entwurf?
  • das übergeordnete Ziel: Wozu dient das Ergebnis? Soll es entscheiden, informieren, überzeugen, beraten?

Beispiel

Schwacher, alter Prompt: „Du bist ein erfahrener Marketingstratege.“
Starker, neuer Prompt: „Analysiere die Vertriebsergebnisse des letzten Quartals und leite drei priorisierte Marketingmaßnahmen für Q3 ab.“
Noch stärker: „Nutze die beigefügten Q2 Daten, fokussiere auf Neukundengewinnung und liefere eine Executive Summary mit maximal 300 Wörtern.“

02 Kontext liefern: Informationen, die ChatGPT wirklich braucht

Wenn du schon einmal ein Corporate-Design-Dokument, einen Stilguide für die Kundenkommunikation oder eine ausformulierte Zielgruppenbeschreibung angehängt hast, weißt du, wie viel besser die Antworten damit werden. Eine Frage, die du Dir also vor jedem komplexen Prompt stellen solltest: Welche Informationen bräuchte ein neuer Assistent, um diese Aufgabe zu erledigen?

Kontext kann sein:

Hintergrundinformationen, Dokumentation, externe Quellen, Dateien, Bilder und Dokumente als mögliche Kontextquellen.

  • Ausgangssituation
  • vorhandene Daten oder Auswertungen
  • beigefügte Dateien, Dokumente
  • persönliche Präferenzen
  • Einschränkungen, z. B. rechtliche oder formale

Beispiel
Statt zu schreiben „Verfasse eine Pressemitteilung zu einem Krisenfall“, schickst Du den Sachverhalt mit, die Zielgruppe (z. B. Lokalpresse oder Fachmedien), die Position der Geschäftsführung und das, was nicht drinstehen soll. So liefert ChatGPT etwas Brauchbares, das du anschließend weiter iterieren kannst.

03 Ergebnis definieren

Der dritte Schritt ist laut OpenAI der wichtigste für passgenauen Output: Im Baustein Ergebnis legst Du fest, wie die Antwort aussehen soll. Das betrifft die äußere Form: Ton, Format, Länge und Zielgruppe. 

Konkret kann das so aussehen:

  • Ton: sachlich, beratend, persönlich, nüchtern, ohne Werbesprache
  • Format: Aufzählung, Fließtext, Tabelle, E-Mail
  • Länge: maximal 600 Wörter, drei Absätze, ein Satz pro Punkt
  • Zielgruppe: Geschäftsführung, Bestandskunden, Erstanfragen, Bewerberinnen
  • Anzahl der Varianten: eine fertige Lösung oder drei Vorschläge zur Auswahl

Beispiel

Eine Fotografin, die Anfragen automatisiert beantwortet:
„Formuliere eine Antwort auf folgende Hochzeitsanfrage. Maximal 180 Wörter, freundlich, aber nicht überschwänglich, mit konkretem Vorschlag für ein Vorgespräch. Keine Preise nennen. Endet mit einer Frage, die das Gespräch öffnet.“

04 Anforderungen festlegen

Im Baustein Anforderungen legst Du fest, welche Regeln und Grenzen für die Antwort gelten. Während Ergebnis die Form beschreibt, regeln die Anforderungen, was inhaltlich erlaubt ist, was Vorrang hat und was auf keinen Fall vorkommen darf. Diese Vorgaben sind besonders wichtig, wenn Zielkonflikte auftreten, also wenn ChatGPT zwischen Genauigkeit und Kürze, zwischen Vollständigkeit und Verständlichkeit entscheiden muss.

Konkret kann das so aussehen:

  • Prioritäten: Was wiegt schwerer, fachliche Genauigkeit oder Kürze? Verständlichkeit oder Vollständigkeit?
  • Einschränkungen: rechtliche Vorgaben, interne Richtlinien, vertrauliche Inhalte, die nicht erwähnt werden dürfen
  • No-Gos: einzelne Wörter, Floskeln oder Argumente, die nicht vorkommen sollen
  • Sprachregeln: z. B. keine Anglizismen, keine Du-Anrede, kein Fachjargon ohne Erklärung
  • Umgang mit Unsicherheit: Annahmen kennzeichnen, Quellen nennen, bei fehlenden Informationen plausibel ergänzen

Beispiel

Für die gleiche Fotografin, die ihre Hochzeitsanfrage beantworten lässt: „Keine Preise nennen. Vermeide Wörter wie ‚traumhaft’ oder ‚einzigartig’. Priorisiere fachliche Klarheit vor Werbesprache. Wenn ich keinen Termin angegeben habe, schlage selbst einen plausiblen Zeitraum vor und kennzeichne das als Annahme.”

Neuer chatGPT Prompt-guide

Hier kannst Du die Prompt-Bausteine sofort runterladen:
Download Prompt-Bausteine

2. Wie du bei ChatGPT jetzt Role Prompting nutzt

Bislang war Role-Prompting („Du bist ein erfahrener…“) noch ausdrücklich Teil der Empfehlung für gute Prompts. Im neuen ChatGPT Prompt-Guide aber taucht „role“ als zentrale Kategorie nicht mehr auf. Der Grund: Die Vorgabe einer Rolle ersetzt keine konkrete Anforderung.

ABER: Role-Prompting kann weiterhin nützlich sein, wenn es eine Perspektive setzt.
Die Rolle muss dann mit konkreten Anforderungen kombiniert werden, z. B.:

  • „Bewerte das aus Sicht einer kritischen Lektorin“ oder
  • „Prüfe das aus Perspektive einer Datenschutzbeauftragten“.

Beispiel

Autorin, die ihren Klappentext überarbeiten will.
Schwache Anweisung: „Du bist Lektorin“ 
Besser: „Lies den Klappentext aus Sicht einer Programmleiterin in einem Publikumsverlag, die jährlich 200 Manuskripte sichtet. Prüfe auf Einstieg, Konflikt und Lesemotivation. Zähle drei Schwächen auf, jede mit einem konkreten Verbesserungsvorschlag“.

3. Iteration im Dialog für bessere ChatGPT Prompts

OpenAI beschreibt Prompting in seinem neuen ChatGPT-Leitfaden nun ausdrücklich als Gespräch, nicht als reine Eingabeformel. Für Dich bedeutet das fast eine kleine Befreiung, denn du musst nicht mehr am perfekten Prompt feilen, bevor Du auf Senden drückst. Du startest mit einer einfachen Anfrage, schaust Dir die Antwort an und verbesserst das Ergebnis durch einen anschließenden Dialog mit der künstlichen Intelligenz.

Drei Stufen für gute Ergebnisse:

  • Zuerst: einfache Anfrage mit klar formulierter Aufgabe
  • Dann: Antwort lesen und konkretisieren. Z. B. „Mach es kürzer“, „weniger förmlich“, „mit konkretem Beispiel aus der Beratung“.
  • Zuletzt: Anforderungen ergänzen, die in der ersten Runde noch fehlten

4. Komplexe Aufgaben in mehrere ChatGPT Prompts aufteilen

Eine Empfehlung, die schon in der älteren Version stand, ist im neuen ChatGPT Prompt-Guide deutlich prominenter: Teile große Aufgaben auf. Das ist besonders relevant beispielsweise bei Strategieentwicklung, Content-Planung, Recherche, Analysen oder umfangreichen Textüberarbeitungen.

Beispiel
Autorin, die eine Lesungstour zum neuen Roman vorbereitet:
Statt „Plane mir eine Lesungstour mit zwölf Stationen, Veranstaltungsorten, Anschreiben und Social-Media-Begleitung” in einen einzigen Prompt zu pressen, lohnt sich diese Reihenfolge, bei der jeder Schritt ein Zwischenprodukt erstellt, das Du prüfen, anpassen oder verwerfen kannst.

  • Schritt 1: Drei Städtekategorien festlegen, die für das Buch passen (etwa Heimatorte der Hauptfiguren, literarische Hochburgen, kleinere Städte mit aktiver Lesungsszene), jeweils mit Begründung
  • Schritt 2: Pro Kategorie vier konkrete Veranstaltungsorte recherchieren (Buchhandlungen, Literaturhäuser, Bibliotheken), mit Hinweis auf typisches Publikum und Sitzplatzkapazität
  • Schritt 3: Ein Anschreiben an Veranstaltungsorte formulieren, maximal 250 Wörter, mit klarem Buchpitch und drei Zeitfenstern zur Auswahl
  • Schritt 4: Einen Vorlauf-Plan für die Social-Media-Begleitung entwerfen, vier Wochen vor der ersten Lesung beginnend, mit drei Postformaten pro Woche

5. Warum lange ChatGPT-Prompts oft schlechter sind als kurze

Der neue ChatGPT Prompt-Guide adressiert ausdrücklich ein Problem, das viele lange Prompts haben: sie wollen zu viel auf einmal. OpenAI weist darauf hin, dass mehr Details helfen können, aber zu viele Zusatzinformationen die Antwort verschlechtern. Längere Prompts sind also nicht automatisch bessere Prompts.

Typische Probleme in überladenen Prompts:

  • mehrere Ziele gleichzeitig, die einander widersprechen
  • irrelevanter Hintergrund, der die KI ablenkt
  • mehrere Ausgabeformate in einem Prompt
  • widersprüchliche Angaben

Beispiel

Schreibst du in einen Prompt, der Text soll „professionell, herzlich, verkaufsstark, knapp, ausführlich begründet, mit Storytelling, ohne Storytelling-Floskeln“ sein, dann bekommst du ein Ergebnis, das nichts davon richtig erfüllt.

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6. Verschiedene Varianten ausdrücklich anfordern

Der neue ChatGPT Prompt-Guide empfiehlt, um unterschiedliche Varianten zu bitten, wenn man Auswahlmöglichkeiten möchte. Das ist besonders sinnvoll bei Aufgaben, bei denen nicht eine einzige richtige Antwort existiert wie beispielsweise Überschriften, Strukturvarianten, Positionierung, Content Formate, Kampagnenideen, Argumentationslinien, Priorisierungen, Vorgehensmodelle usw.

Beispiel für Prompt Formel:

  • „Gib mir drei Varianten.“
  • „Bewerte die Varianten nach Aufwand und Wirkung.“
  • „Empfiehl eine Variante und begründe knapp.“
  • „Nenne auch, welche Variante du nicht wählen würdest.“

7. Neuer ChatGPT Prompt-Guide empfiehlt Prioritäten

Der neue ChatGPT Prompt-Guide empfiehlt, der KI mitzuteilen, was am wichtigsten ist: Genauigkeit, Kreativität, Geschwindigkeit oder etwas anderes. Das ist einer der stärkeren Punkte. Viele Prompts scheitern, weil sie Zielkonflikte nicht auflösen.

Beispiele:

  • „Priorisiere fachliche Genauigkeit vor Kürze.“
  • „Priorisiere Verständlichkeit vor Vollständigkeit.“

8. Wie überarbeite ich alte Projekt-Prompts in ChatGPT?

Typischerweise sind Projekt-Prompts in ChatGPT die Stellen, an denen sich die meisten Altlasten ansammeln. Über Monate hinweg kommen ständig weitere Anweisungen hinzu, selten aber wird etwas gestrichen. Das Ergebnis sind oft Prompts mit 30 oder 40 Regeln, die sich gegenseitig blockieren.

OpenAI empfiehlt kürzere, ergebnisorientierte Prompts und warnt ausdrücklich davor, alte, überladene Prompt Stacks einfach weiterzuschleppen. Prozessvorgaben, die ChatGPT das Denken abnehmen sollen, bewirken laut OpenAI das Gegenteil. Antworten werden dann schematisch, schablonenhaft, floskelhaft.

Was Du jetzt in ChatGPT Prompts streichen solltest

  • ausführliche „Du bist…“-Rollenformeln
  • generische Aufforderungen wie „Denke Schritt für Schritt“ oder „Überlege gründlich“
  • die Anweisung „Stelle immer Rückfragen, bevor Du antwortest“, weil sie einfache Aufgaben blockiert
    (Besser ist: „Stelle nur Rückfragen, wenn eine fehlende Information das Ergebnis wesentlich verändern würde. Sonst triff eine plausible Annahme und kennzeichne sie.“)
  • doppelte oder widersprüchliche Stilvorgaben
  • Listen aus 20 allgemeinen Regeln ohne Priorität
  • alte Kontextinformationen, die für aktuelle Aufgaben nicht mehr stimmen

Was in deinem Projekt-Prompt für ChatGPT sinnvoll bleibt

  • Zielgruppe und fachlicher Kontext
  • bevorzugte Sprache und Tonalität
  • No-Gos, also Wörter und Konstruktionen, die nicht vorkommen sollen
  • Output-Präferenzen, etwa Format und Länge
  • Umgang mit Unsicherheit und Quellen
  • Kriterien für eine gute Antwort
Neuer ChatGPT Prompt-Guide

9. Vorlage für einen schlanken Projekt-Prompt in ChatGPT

Ein guter Projekt-Prompt für ChatGPT hat heute kürzer und präziser, und umfasst in etwa acht bis zwölf präzise formulierte Anweisungen.

Beispiel:

Prompt für eine Beraterin, die ChatGPT für Kundenkorrespondenz und Konzeptarbeit nutzt. 

  • In diesem Projekt geht es um Beratungsangebote, Kundenkommunikation und Workshopkonzepte für KMU-Geschäftsführungen.
  • Antworte auf Deutsch, sachlich, ohne Werbesprache.
  • Sprich Adressaten mit Sie an, außer ich gebe etwas anderes vor.
  • Vermeide die Wörter „Synergie“, „Mehrwert“, „nachhaltig“ und „ganzheitlich“.
  • Bei Texten priorisiere fachliche Substanz und konkrete Beispiele vor sprachlicher Glätte.
  • Wenn Du Annahmen triffst, kennzeichne sie.
  • Bei aktuellen oder überprüfbaren Fakten recherchiere und nenne Quellen.
  • Stelle nur Rückfragen, wenn die Antwort sonst deutlich schlechter würde.

Was gehört in den Projekt-Prompt und was in die jeweilige Aufgabe?

Stabile Vorgaben, die für alle Aufgaben im Projekt gelten, gehören in den Projekt-Prompt. Aufgabenbezogene Informationen wie aktuelle Kampagnen, konkrete Briefings oder einzelne Zielgruppen gehören in die jeweilige Anfrage. Wer das trennt, hält den Projekt-Prompt schlank und vermeidet, dass alte Briefings spätere Aufgaben verzerren.

10. Fazit: Neuer ChatGPT Prompt-Guide ändert Prompting

Der neue ChatGPT Prompt-Guide von OpenAI beschreibt Prompting als präzise Arbeitsanweisung. Statt Role-Prompting führen jetzt vor allem reduzierte, eindeutige Anweisungen und eine anschließende, dialogische Iteration zum gewünschten Ergebnis.

Neue Prompts solltest du jetzt entlang dieser drei Fragen entwickeln: Was soll passieren? Was muss das Modell wissen? Wie soll das Ergebnis aussehen?

Bestehende Prompts, die du schon länger nutzt und insbesondere Projekt-Prompts, solltest du unbedingt überarbeiten. Beim ChatGPT Prompts überarbeiten gilt: Streiche alles, was nur die Rolle beschreibt. Entferne Widersprüche und generische Aufforderungen wie „Denke Schritt für Schritt“. Schärfe die Output-Anforderungen mit konkreten Angaben zu: Tonalität, Länge, Einschränkungen, No-Gos.

FAQ

OpenAI hat im April 2026 in der OpenAI Academy einen neuen ChatGPT Prompt-Guide veröffentlicht, der Anforderungen für gute Prompts verändert. Role Prompting („Du bist ein erfahrener…”) ist jetzt eher hinderlich. Vorn steht jetzt die Aufgabe: was getan werden soll, für wen, mit welchem Ergebnis.

Deine alten ChatGPT Prompts funktionieren trotz des neuen Guides weiter, liefern aber häufig schlechtere Ergebnisse als zuvor. Vor allem lange Projekt-Prompts mit langen Rollenformeln und Prozessanweisungen können bei aktuellen Modellen für mechanische oder unscharfe Antworten sorgen. Statt komplett neu anzufangen, reicht es meist, alte Prompts gezielt zu entrümpeln und nach den vier Bausteinen Aufgabe, Kontext, Ergebnis und Anforderungen neu zu sortieren.

Der neue ChatGPT Prompt-Guide gilt offiziell nur für ChatGPT, die Grundprinzipien lassen sich aber gut auf Claude, Gemini und Perplexity übertragen. Klare Aufgabenbeschreibung, präziser Kontext und definierte Ergebnisanforderungen helfen jedem aktuellen Sprachmodell. Bei einzelnen Detailregeln, etwa zur Rollenvergabe oder Prompt-Länge, weichen die Anbieter aber voneinander ab und veröffentlichen jeweils eigene Empfehlungen.

Ein guter ChatGPT Prompt ist so lang wie nötig und so kurz wie möglich. Entscheidend ist nicht die Wortzahl, sondern dass Aufgabe, Kontext und gewünschtes Ergebnis eindeutig erkennbar sind. Lange Prompts mit widersprüchlichen Anweisungen oder mehreren Rollenformeln liefern laut OpenAI oft schlechtere Ergebnisse als kürzere, zielgerichtete Anweisungen.

Für ChatGPT 5.5 brauchst du keine grundlegend anderen Prompts als für ältere Modelle, profitierst aber stärker von schlanken, ergebnisorientierten Anweisungen. Das Modell arbeitet eigenständiger und braucht weniger Schritt-für-Schritt-Vorgaben, dafür klarere Angaben zum gewünschten Ergebnis. Detaillierte Prozessanweisungen, die bei älteren Modellen geholfen haben, können bei 5.5 die Antwortqualität sogar verschlechtern.

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